Einrichtung
Nach dem Anlegen eines Hostnamens im Dashboard erhältst du Benutzername (= Hostname) und ein Passwort. Damit richtest du dein Gerät ein:
📡 FritzBox
- Internet → Freigaben → DynDNS (oder Internet → Zugangsdaten → DynDNS)
- DynDNS-Anbieter: Benutzerdefiniert
- Update-URL:
https://v4.9dyn.de/nic/update?hostname=<domain>&myip=<ipaddr>&myipv6=<ip6addr> - Domainname: dein Hostname, z. B.
zuhause.9dyn.de - Benutzername: derselbe Hostname
- Kennwort: das angezeigte Passwort
Dieser eine Eintrag reicht für IPv4 und IPv6 — die FritzBox ersetzt <ipaddr>
und <ip6addr> automatisch und schickt beides in einer Anfrage, sofern sie eine echte
IPv6-Adresse hat (kein zweiter Eintrag nötig, anders als bei pfSense/OPNsense).
📶 Weitere Router & NAS
MikroTik (RouterOS)
Kein fertiges Formular wie bei der FritzBox — stattdessen ein kleines
RouterOS-Script (System → Scripts) per Scheduler alle paar Minuten, das /tool fetch mit dem
fertigen Update-Link aufruft. Ein Aufruf kann IPv4 und IPv6
zusammen mitschicken, wenn das Script beide aus den lokalen Interfaces ausliest. Sag Bescheid, wenn du das Script brauchst.
OPNsense
Wie pfSense: ein Account pro IP-Version. Zwei Einträge unter
Services → Dynamic DNS anlegen (Check-IP-Method einmal auf eine IPv4-, einmal auf eine IPv6-Quelle stellen)
— Update-URLs wie oben bei pfSense, einmal mit v4.9dyn.de, einmal mit v6.9dyn.de.
Synology DSM
Externer Zugriff → DDNS → Hinzufügen → Anbieter „Anpassen".
DSMs eigenes Custom-DDNS-Formular unterstützt nur IPv4 (__MYIP__) — für IPv6 gibt es dort keine
eingebaute Variable. Für IPv6 stattdessen eine Aufgabe in der Aufgabenplanung anlegen, die den
IPv6-erzwungenen Link per curl aufruft.
Ubiquiti UniFi (UDM/UDM Pro)
Settings → Internet → WAN → Dynamic DNS → Service „dyndns", Server-Feld mit der Update-URL. UniFi unterstützt hier nativ nur IPv4 — für IPv6 gibt es (Stand jetzt) keine native Unterstützung, nur ein Workaround über ein Script auf einem Gerät im Netz (z. B. Cronjob auf einem NAS/Raspberry Pi), das den IPv6-erzwungenen Link aufruft.
🛡️ pfSense
pfSense kann pro Dynamic-DNS-Eintrag immer nur eine IP-Version verfolgen — das gilt für
jeden Anbieter, nicht nur 9DYN. Für IPv4 und IPv6 automatisch braucht es daher zwei Einträge:
einen mit Service-Type Custom und einen mit Custom(v6). Beide laufen danach
unabhängig automatisch, ohne dass du irgendetwas manuell nachtragen musst.
Eintrag 1 — IPv4:
- Services → Dynamic DNS → Add
- Service Type: Custom
- Update URL:
https://v4.9dyn.de/nic/update?hostname=zuhause.9dyn.de&key=DEIN_TOKEN - Result Match:
good|nochg
Eintrag 2 — IPv6:
- Services → Dynamic DNS → Add
- Service Type: Custom(v6)
- Update URL:
https://v6.9dyn.de/nic/update?hostname=zuhause.9dyn.de&key=DEIN_TOKEN - Result Match:
good|nochg
Beide Update-URLs (mit deinem echten Token) findest du fertig zum Kopieren im Dashboard unter „Dual-Stack" bei deinem Hostnamen. Username/Password brauchst du hier nicht — das Token steckt schon in der URL.
💻 Manuell / Cronjob / einfacher Aufruf
Am einfachsten (wie bei ipv64.net): einfach den fertigen Link aus dem Dashboard aufrufen — kein Benutzername/Passwort nötig, die IP wird automatisch aus der aufrufenden Verbindung erkannt:
curl "https://v4.9dyn.de/nic/update?hostname=zuhause.9dyn.de&key=DEIN_TOKEN"
Antwortet mit good <ip> bei Änderung oder
nochg <ip> wenn sich nichts geändert hat. Weitere Auth-Varianten (Bearer-Header, Account-Token
für mehrere Hosts) siehe unten.
🔀 Weitere Auth-Wege
Neben dem Query-Parameter (token oder key) und klassischem HTTP Basic Auth
(Hostname als Benutzername, Host-Passwort) akzeptiert die Update-URL auch einen Bearer-Header.
Alle nicht-Basic-Auth-Varianten benötigen immer den hostname-Parameter — ohne
Benutzername kann sonst nicht ermittelt werden, welcher Host gemeint ist.
Statt eines einzelnen Host-Tokens kannst du auch dein Account-Token
verwenden, das für alle deine Hostnamen gilt.
Bearer-Header:
curl "https://v4.9dyn.de/nic/update?hostname=zuhause.9dyn.de" \
-H "Authorization: Bearer DEIN_TOKEN"
Hinweis: bei der Query-Parameter-Variante landet das Token in der URL und damit im Zugriffslog des Reverse-Proxys — wie bei jedem DynDNS-Anbieter, der diese Methode anbietet (kein zusätzliches Risiko gegenüber Basic Auth, das Passwort geht dort ebenso im Klartext über HTTPS). Wer das bewusst vermeiden will, nutzt Basic Auth oder den Bearer-Header.
ℹ️ Protokoll
Kompatibel zum dyndns2-Protokoll (HTTP Basic Auth, Query-Parameter oder Bearer-Header, GET /nic/update bzw.
/update). Parameter: hostname, myip, myipv6, token/key.
Antworten: good <ip>, nochg <ip>, badauth,
nohost, notfqdn, 911.